Freitag, Oktober 23, 2020

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Wirtschaft, Zukunft, Klimawandel – das beschäftigt Deutschland / Mit welchen Fragen beschäftigen sich die Menschen aktuell?

Berlin (ots) – Wirtschaft, Zukunft, Klimawandel – das beschäftigt Deutschland

Mit welchen Fragen beschäftigen sich die Menschen aktuell? Welche Sorgen werden durch das Corona-Virus und dessen Auswirkungen kleiner, welche größer? Auf diese Fragen will das Themenbarometer „Das beschäftigt Deutschland“ der Initiative Markt- und Sozialforschung Antworten geben. Erstmals im Juli 2020 durchgeführt, soll es in regelmäßigen Abständen Veränderungen bei den Fragen und Sorgen der Menschen in Deutschland messen. Für die ersten Ergebnisse wurden 2.034 Personen ab einem Alter von 18 Jahren im YouGov-Panel online befragt. Die Stichprobe wurde bevölkerungsrepräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region quotiert.

Natürlich stehen die Ergebnisse dieser ersten Erhebung unter dem Eindruck der Pandemie. Der Lockdown und die Berichte über seine wirtschaftlichen Auswirkungen sind weiterhin präsent. Schließlich hatten sich im April dieses Jahres mehr als 10 Millionen Menschen in Kurzarbeit befunden. Entsprechend gaben 57 Prozent der Befragten an, dass sie die Zukunft der Wirtschaft sehr stark oder stark beschäftigt. Dabei sind für die jüngeren Altersgruppen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise noch von vergleichsweise geringem Interesse: Bei den 18-24-Jährigen beschäftigt dieses Thema nur 37 Prozent der Befragten sehr oder eher. Höher ist das Interesse derer, die finanziell bereits auf eigenen Beinen stehen. So sind ab der Altersgruppe 35-44 und älter rund 60 Prozent der Befragten mit möglichen wirtschaftlichen Folgen beschäftigt.

Überraschend ist: Trotz Kurzarbeit und holpriger Wirtschaftslage spielte das Thema Arbeitslosigkeit im Befragungszeitraum eine verhältnismäßig kleine Rolle. Nur 18 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich mit der Frage, ob sie selbst demnächst von Arbeitslosigkeit betroffen sind, sehr stark oder stark beschäftigen. Am größten ist die Unsicherheit tendenziell bei den 25-44-Jährigen, also bei denjenigen, die mit ihrer Erwerbsarbeit möglicherweise eine Familie zu versorgen haben. Von ihnen setzt sich gut ein Viertel mit der Möglichkeit baldiger Arbeitslosigkeit auseinander. Am meisten beschäftigt das Thema jedoch ganz klar Personen mit Migrationshintergrund (32 Prozent sehr oder eher).

Wie wird es nach oder auch mit Corona weitergehen? Wie werden wir also in Zukunft leben? Gut jede*r Zweite ist nach eigenen Angaben stark oder sehr stark mit dieser Frage beschäftigt. Auch das ist aber wieder abhängig vom Alter: So interessiert sich gut jede*r Fünfte aus der Gruppe der 18-24-Jährigen eher nicht oder gar nicht für dieses Thema (gesamt 15 Prozent). Und auch für 19 Prozent der Nichtwähler*innen sowie der AfD- oder FDP-Wähler*innen ist diese Frage eher uninteressant. Gleich viel Aufmerksamkeit erhält die Frage, wie wir uns vor der nächsten Pandemie besser schützen können (50 Prozent starke oder sehr starke Beschäftigung). Frauen widmen sich ihr etwas stärker als Männer (53 zu 48 Prozent). Und in der besonders durch das Coronavirus bedrohten Altersgruppe ab 55 Jahren ist die Aufmerksamkeit für diese Frage ebenfalls überdurchschnittlich hoch (55 Prozent). Wähler*innen der AfD und Nichtwähler*innen interessiert auch diese Frage hingegen eher weniger (42 bzw. 40 Prozent).

Ist der Klimawandel für die Bevölkerung auch in Zeiten von Corona relevant? Die Antwort ist „Ja“ – eindeutig und durch alle Bevölkerungsgruppen hinweg. Für knapp jede*n Zweite*n ist die Klimakrise auch in der Pandemie von großer Dringlichkeit. Am stärksten beschäftigen sich die 18-24-Jährigen und die über 55-Jährigen mit der Frage nach dem Klimawandel (51 Prozent sehr stark/stark); am wenigsten bewegt diese Frage die 35-44-Jährigen (44 Prozent sehr stark/stark). Besonders virulent ist das Thema in der Gruppe der Studierenden (66 Prozent) sowie bei Personen mit Hochschulreife bzw. -abschluss (53 Prozent). Interessant ist außerdem, dass es bei Befragten in den Neuen Bundesländern eine deutlich geringere Rolle spielt als in den alten Bundesländern (51 zu 41 Prozent). Wähler*innen links der Mitte (SPD, Grüne, Linke) beschäftigen sich stärker mit dem Thema als CDU- oder FDP-Wähler*innen.

Wirtschaft, Zukunft, Klimawandel – diese drei Themen beschäftigen die Deutschen derzeit also am meisten. Doch wie wird sich die Stimmungslage in Zukunft verändern? Schon das nächste Stimmungsbarometer der Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. wird darauf erste Antworten geben.

Pressekontakt:

Jan Switalla – Referent für Kommunikation und Digitalisierung In
itiative Markt- und Sozialforschung e. V.
Französische Straße 8
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 – 206 16 38 23
Fax: +49 (0)30 – 206 16 38 29
E-Mail: Jan.Switalla@deutschlands-marktforscher.de
Website: http://www.deutschlands-marktforscher.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/69369/4658150
OTS: Initiative Markt- und Sozialforschung

Original-Content von: Initiative Markt- und Sozialforschung, übermittelt durch news aktuell

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